Christl`s Puppenstuben

so ging es weiter....

Am Anfang baute ich den Tante-Emma-Laden meiner Kinderzeit aus Bausätzen nach, was äußerst präziese Arbeit mit feinsten Werkzeugen erforderte.

Tante Emma-Laden Bausatz 004

Das kleine Masse-Püppchen aus meiner Kindheit hält schon Ausschau nach hübschen Weihnachtskarten, die aus alten Adventskalendern gebastelt wurden. Die Tragetaschen aus Papier können leicht aus Resten von Puppenstubentapete oder kleingemustertem Geschenkpapier gefaltet werden. Die Kaffee- und Getreidesäcke sind schnell aus Leinenresten genäht und mit Filzstift entsprechend “gestempelt”.

War dieser dann zur Zufriedenheit fertig, richtete ich ihn mit all den liebenswerten Winzigkeiten und Fundsachen ein, wobei aber darauf acht gegeben wurde, daß das Gesamtbild mit der nachempfundenen “guten alten Zeit” auch übereinstimmte.

Tante Emma-Laden Bausatz 016
Tante Emma-Laden Bausatz 020

Gemüse, Obst- und Wurstwaren formt man aus Fimo, das danach gehärtet und lackiert wird oder man sieht sich im Miniaturenfachhandel oder in guten Spielwarengeschäften danach um. Zur Befüllung der Vorratsgläser eignen sich Senfkörner, Pfefferkörner, Kümmel, Kuchenstreusel oder winzige Blüten von getrockneten Kräutern.

Hier noch ein Bild

ganzer Kaufladen

vom kompletten Tante-Emma-Laden

Und eines Tages sah ich ihn! Den alten Kaufmannsladen, der dem Spielzeug aus unserer Kindheit am allerähnlichsten war. Er stand im Schaufenster eines Antiquitätenladens und ließ mir fortan keine Ruhe mehr. Ich mußte ihn haben.

alter Kaufladen 002

Eine Waage zum Abwiegen von Äpfeln, Kartoffeln, Zwiebeln und anderem, sah damals so aus wie die in dem kleinen Kaufladen. Spannend war für uns das Zuschauen beim Auswiegen mit den Gegengewichten, die es vom Gramm bis zum Pfund oder Kilogramm gab.

Noch heute erlebe ich die Freude meiner Kindheit wieder, wenn ich durch die kleinen Schaufenster in den Laden blicke und all die kleinen Päckchen und Fläschchen ordne. Ein passendes altes Porzellanpüppchen steht hinter der Theke und man meint ein leises “was darf`s denn noch sein, bitte schön?” zu hören

alter Kaufladen teil 005
alter Kaufladen 009

Sehr wichtig waren damals auch die “Rabattmarken”, die es bei jedem Einkauf gab. Zuhause klebte man sie sorgfältig in ein Rabattmarkenheft, das nach vielen, vielen Einkäufen endlich voll wurde. Löste man es dann im Laden wieder ein, gab es 50 Pfennige dafür.

Eine Registrierkasse war nur in den größeren Läden zu finden. Beim Öffnen der Geldschublade war jedesmal ein Klingelton zu hören. Im kleinen Tante-Emma-Laden um die Ecke genügte aber ein Papierblöckchen und Bleistift, auf dem die Verkäuferin die Summe des Einkaufs zusammenrechnete.

alter Kaufladen 007

Fortsetzung folgt.....